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Schweißerschutzkleidung

Mengenabhängige Preise – Schweißerkleidung, Schweißerjacken, Schweißerhosen Klasse 1 & Klasse 2 aus Leder, Mischgewebe, Baumwolle mit Proban- und Fluorcarbon-Imprägnierung auf Saweldo.de
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Welche Aufgabe hat Schweißerkleidung?

Schweißerkleidung, auch Schweißerschutzkleidung genannt, besteht aus Leder oder synthetischen Mischgeweben mit Proban- oder Fluorcarbon-Imprägnierung. Sie bietet dem Schweißer beim MIG/MAG-, WIG- und E-Hand-Schweißen, Brennschneiden sowie Fugenhobeln Schutz vor Gefahren wie UV-Strahlung, Hitze, Flammen, Funkenflug und Metallspritzern. Beim Schweißen sollte der gesamte Körper von Kopf bis Fuß geschützt werden. Saweldo.de bietet hierfür die passende Schweißerschutzkleidung an:

  • Schweißerjacke

    Sie schützt den gesamten Oberkörper sowie Hals und Arme in unmittelbarer Nähe zum Schmelzbad. Designmerkale sind ein verschließbarer Umlegekragen, Patten über den Taschen und verdeckte Knopfleisten/ Reißverschlüsse. Die Jacke sollte die Handgelenke und den Hosenbund gemäß Norm EN ISO 11612 überdecken.
  • Schweißerhosen/ Schweißerlatzhosen

    Schweißerschutzhosen werden als Bundhosen oder Latzhosen angeboten und decken die gesamten Beine zuverlässig ab. Hochwertige Hosen zeichnen sich durch Patten über den Taschen, verdeckte Knopfleisten und einen einstellbaren Bund aus. Schweißerlatzhosen bieten zudem einen weiteren Brustschutz. Häufig sind die Hosenbeine mit Gamaschen vesehen, um eine Überdeckung der Schweißerschuhe zu ermöglichen.
  • Schweißerschürze

    Schürzen verstärken den Schutz des Oberkörpers. Dies ist vor allem bei erhöhter Strahlung und großer Hitzeentwicklung notwendig. Sie halten zudem Schweißspritzer und flüssiges Metall zuverlässig ab.
  • Ärmelschoner

    Die Arme befinden sich in besonderer Nähe zum Brenner und dem Schmelzbad. Besonders beim Schweißen mit hoher Leistung und beim Auftreten vieler Schweißspritzer empfiehlt sich ein erweiterter Schutz durch Ärmelschoner.
  • Gamaschen

    Sie überdecken den Übergang von der Hose zum Schweißerschuh. Treten ein erhöhter Funkenflug oder viele Schweißperlen auf, bieten Gamaschen einen zusätzlichen Schutz.

Schweißerschutzkleidung auswählen: Die wesentlichen Fakten

Schweißerkleidung dient dem Abhalten einer Vielzahl mechanischer und thermischer Gefahren. Die daraus resultierenden Anforderungen sind in spezifischen Normen erfasst und systematisch kategorisiert. Für eine gezielte Entscheidungsfindung ist die Einteilung in zwei Klassen hilfreich.

Schweißerschutzkleidung für Standardanwendungen

Für die meisten Arbeitssituationen kann Schweißerkleidung nach EN ISO 11611, Klasse 1 gewählt werden. Sie stellte einen optimalen Kompromiss zwischen Tragekomfort, Flächengewicht sowie Schweißerschutz dar und empfiehlt sich unter folgenden Bedingungen:

  • Bei freier Zugänglichkeit im betrieblichen Umfeld, z.B. Arbeiten am Schweißtisch, frei positionierbare Werkstücke.
  • Bei manuellen Schweißverfahren mit geringer Leistung. Dies betrifft das MIG- und WIG- Schweißen mit gasgekühltem Brenner und das Autogenschweißen mit reduzierter Flammleistung.
  • Bei geringer Hitze und wenig Infrarot-/ bzw. UV-Strahlung.
  • Wenn keine bis wenige Schweißspritzer auftreten.
  • Bei Arbeiten mit Metalltrennscheiben.

Schweißerkleidung für erhöhte Anforderungen

Liegen hinsichtlich Arbeitssituation oder Schweißverfahren erhöhte Anforderungen vor, sollte Schweißerschutzkleidung nach EN ISO 11611, Klasse 2 mit einem größeren Flächengewicht gewählt werden:

  • Wenn schwierige Arbeitsbedingungen wie eine beengte räumliche Situation vorliegt bzw. wenn in Zwangslage gearbeitet wird und ein Ausweichen vor Schweißspritzern kaum möglich ist.
  • Wenn mit großer Leistung geschweißt wird. Beispielsweise beim MIG/MAG- und WIG-Schweißen mit wassergekühltem Brenner sowie beim E-Hand-Schweißen.
  • Bei erhöhter UV- und Infrarot-Strahlung
  • Wenn viele Schweißspritzer auftreten, z.B. beim Fugenhobeln, Brennschneiden oder MIG/MAG-Schweißen mit selbstschützendem Schweißdraht.

Material von Schweißerkleidung

Um den Schweißer vor thermischen und mechanischen Verletzungen zu schützen, besteht Schweißerkleidung aus Leder oder reißfestem, schwer entflammbarem Gewebe.

  • Leder

    Leder findet als natürliches, strapazierfähiges Material für den Schweißerschutz eine breite Anwendung. Je nach Anforderung kommt vorwiegend Spalt-, Narben- oder Voll- Leder vom Rind zum Einsatz. Durch flammenhemmende Imprägnierung oder Beschichtung wird die Beständigkeit gegen Funken, Flammen und Schweißspritzer zusätzlich erhöht.
  • Mischgewebe und Baumwolle mit Proban- und Fluorcarbon

    Für Schweißerschutzkleidung wurden synthetische Mischgewebe und Baumwollgewebe mit Proban- und Fluorcarbon-Imprägnierung entwickelt. Sie sind schwer entflammbar, halten Strahlungswärme und flüssige Metallspritzern vom Schweißer ab und erfüllen dadurch die Normen EN ISO 11611 sowie EN ISO 11612.

Flächengewicht

Das Flächengewicht spielt für die Auswahl der richtigen Bekleidung für den Schweißer eine große Rolle. Wer nur hin und wieder zum Schweißbrenner greift, ist schon mit einer leichteren Qualität von 305 g/m2, 365 g/m2 oder 370 g/m2 ausreichend geschützt. Für den Dauergebrauch und höhere Risiken kommen schwerere Materialien mit 460 g/m2 oder 520 g/m2 zum Einsatz.

Welche Gefahrenquellen bestehen beim Schweißen?

Beim Schweißen treten unterschiedliche Gefahren auf. Sie gehen auf mechanische Verletzungen, UV- bzw. Infrarotstrahlung sowie Schweißspritzern zurück und variieren in ihrer Gewichtung je nach angewendetem Schweißverfahren.

  • UV-Strahlung (100-380nm)

    Beim MIG/MAG-, WIG- und Elektroden-Schweißen erzeugt der Lichtbogen die elektromagnetische Ultraviolettstrahlung. Sie ist für den Menschen nicht sichtbar, sorgt jedoch im Auge für die Entzündung der Hornhaut (das sogenannte „Verblitzen“) und auf der Haut für Verbrennungen, die das Hautkrebsrisikos sehr stark erhöhen.
  • Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung, 780nm-1mm)

    Lichtbogenschweißen bei großen Stromstärken und autogenes Brennschneiden mit harter Flamme erzeugen vor allem in hohem Maß Wärmestrahlung, die als Hitzeeinwirkung auf der Haut wahrgenommen wird und zu Verbrennungen führen kann.
  • Schweißspritzer/ Schweißperlen

    Teilweise kommt es beim Abschmelzen der Schweißelektrode (E-Hanschweißen), des Schweißdrahts (MIG/MAG) oder des Schweißstabs (WIG, Autogen) im Werkstoffübergang zur Bildung von Schweißspritzern. Sie bestehen aus kleinen Tropfen flüssiger Schmelze, die ein große Wärmemenge transportieren und teils unkontrolliert durch die Luft fliegen. Die Gefahr besteht vor allem darin, dass sie über Öffnungen/ Lücken hinter die Schweißerkleidung gelangen und Verbrennungen auf der Haut verursachen, bevor sie entfernt werden können.

Normen für Schweißerschutzkleidung: vertiefende Informationen

EN ISO 11611: Schutzbekleidung für Schweißen und ähnliche Verfahren

Die Norm klassifiziert Schweißerkleidung hinsichtlich der an sie gestellten Anforderungen. Sie unterteilt grundlegend in zwei Klassen, die sowohl das Verfahren als auch die Arbeitssituation berücksichtigen. Zudem beinhaltet EN ISO 11611 Designvorgaben und legt umfangreicher Prüfverfahren fest, die einen zuverlässigen und dauerhaften Schutz gewährleisten.

Klasse 1

Bei niedriger Strahlungswärme und wenigen Schweißspritzern bietet Schweißerkleidung der Klasse 1 beim durchschnittlichen WIG-, MIG-, E-Hand-Schweißen mit Schwachstrom und Autogenschweißen sowie beim Hartlöten einen hinreichenden Schutz. Gemäß Definition hält sie dabei mindestens 15-24 flüssigen Metalltropfen stand, wobei sich die Temperatur auf der anderen Seite sich um maximal 40K erhöht. Die Umgebungssituation entspricht dabei moderaten Arbeitsbedingungen, wie sie beispielsweise beim WIG-Schweißen am Schweißtisch vorliegen.

Klasse 2

Schweißerkleidung der Klasse 2 schützt bei schwierigeren Arbeitsbedingungen, wie sie unter Zwangslagen, bei beengtem Arbeitsraum, hoher Strahlungswärme und vielen Schweißspritzern vorliegen. Dies ist vor allem beim leistungsstarken MIG/MAG-Schweißen, E-Hand-Schweißen und Brennschneiden der Fall. Die Schweißerkleidung muss zum Erreichen der Schutzklasse 2 mindestens 25 Schweißtropfen standalten, ohne dass sich die Temperatur auf der Rückseite um mehr als 40K erhöht.

EN ISO 11612: Schutzkleidung gegen Hitze und Flammen

Schutzkleidung mit dieser Kennzeichnung kommt in einer Vielzahl metallverarbeitender Branchen wie beispielsweise Schlossereien, Gießereien und Schienenbau zum Einsatz. Sie bietet Schutz vor Konvektionswärme, Strahlungswärme und flüssigen Metallspritzern aus Eisen oder Aluminium. Dies wird durch Designvorgaben und Prüfverfahren gewährleistet.

Designvorgaben

Die Vorgaben gewährleisten eine funktionale Gestaltung und sind somit Ausgangspunkt für zuverlässige Schutzkleidung

  • Der Kragen der Jacke muss sich durch Klettverschluss, Reißverschluss oder (Druck)Knöpfe gegen Funken und Metallspritzer verschließen lassen.
  • Ein grundlegendes Gestaltungsmerkmal stellt das Dachziegelprinzip dar. Es findet sich beim Abdecken der Taschen mit Patten, dem Überlappen des Hosenbundes durch die Jacke um mindestens 20 cm sowie in den Stulpen am Übergang Schweißerhandschuh-Jackenärmel wieder. Dadurch wird verhindert, dass gefährliche Objekte wie Schweißperlen die Schutzkleidung umgehen und für Verbrennungen sorgen, bevor sie entfernt werden können.
  • Verschlusselemente aus Metall wie Knöpfe und Reißverschlüsse müssen ebenfalls abgedeckt werden, da sie sich andernfalls durch Strahlungswärme schnell erhitzen können.

Thermischer Schutz

Der erreichte Wärmeschutz von Schweißerkleidung lässt sich anhand der Codebuchstaben A bis F erkennen. Sie klassifizieren die unterschiedlichen thermischen Gefahrenquellen.

  • Codebuchstabe A: Beflammung

    Der Codebuchstabe A im Piktogramm gibt Auskunft über den Schutz vor Kontakt mit offener Flamme. Dabei kennzeichnet A1 die Beständigkeit gegen Flächenbeflammung, A2 gegenüber Kantenbeflammung. Beide Situationen muss die Schweisserkleidung für mindestens 10 Sekunden aushalten, ohne dass es dabei zum Abbrennen oder zur Brandlochbildung kommt und geschmolzenes Material abtropft.
  • Codebuchstabe B: Konvektionswärme

    Hierbei wird der Schutz vor Wärmeübertragung durch die Kleidung hindurch beschrieben. Die Abstufungen B1-B3 legen die dafür benötigten Zeitintervalle fest, bis sich die gegenüberliegende Seite des Textils um 24°C erwärmt.
  • Codebuchstabe C: Strahlungswärme

    C1-C4 stehen für die jeweilige Dauer, bis die Wärmestrahlung von 20kW/m2 auf der anderen Seite der Schutzkleidung einen Temperaturanstieg um 24°C verursacht.
  • Codebuchstabe D: Spritzer aus Alu-Schmelze

    Heiße Alu-Schmelze wird im Prüfverfahren auf das Textil gegeben und darf rückseitig keine Schäden der Testsfolie verursachen. Die Stufungen D1 bis D3 stehen hierbei für das Gewicht der Tropfen von 100g bis über 350g.
  • Codebuchstabe E: Spritzer aus Eisen-Schmelze

    Ermittlung und Angabe des erreichten Schutzes E1 bis E3 vor flüssigen Eisenspritzern gestalten sich analog zum Vorgehen bei Aluminium.
  • Codebuchstabe F: Kontaktwärme

    Die Abstufungen F1 bis F3 beschreiben den Zeitraum, der vergeht, bis der Kontakt mit einer 250°C heißen Wärmequelle auf der gegenüberliegenden Seite des Gewebes einen Temperaturanstieg von 24°C verursacht.

EN 1149: Antistatische Schutzkleidung

Die Verfahren MIG/MAG-, WIG- und Elektrodenschweißen arbeiten mit einem elektrischen Lichtbogen und Strömen bis über 600A. Zum Schutz vor lebensgefährlichen Stromschlägen und zündfähigen Entladungen führt das leitfähige Gewebe die elektrische Leistung über die Oberfläche ab und sorgt bei Verwendung von Sicherheitsschuhen nach EN 20344 für eine sichere Erdung des Schweißers.

  • EN 1149-1

    Dieser Abschnitt definiert Prüfverfahren und Eigenschaften des Materials hinsichtlich des Oberflächenwiderstands.
  • EN 1149-2

    Hierin wird der Widerstand gegen Durchleitung des Stroms durch die Kleidung ermittelt und definiert.
  • EN 1149-3

    Dieser Teil der Norm beschreibt die Fähigkeit der Schutzkleidung, auftretende Ladungen abzuleiten.
  • EN 1149-4

    Hierin werden Testverfahren zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit des gesamten Kleidungsstücks definiert.
  • EN 1149-5

    Der Abschnitt beinhaltet die Anforderungen, die an das Material und das Design der Schutzkleidung gestellt werden, um elektrostatische Ladungen sicher abzuleiten.
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